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(18.7.10)
Dieses Werbelineal aus Metall liegt schon
seit einiger Zeit auf meinem Schreibtisch und leistet mir immer noch sehr
gute Dienste:
Der Werbeslogan "Eduscho schafft zu jeder
Zeit Begagen und Gemütlichkeit"
soll von 1940 stammen und so müsste
mein Lineal auch wahrscheinlich aus dieser Zeit stammen.
Auf der Rückseite wird der Name "Eduscho" auch zur Person Eduard Schopf in Beziehung gesetzt:
Der
weitere Artikel in der Wikipedia
Eduscho
Geschichte
Schopf produzierte Röstkaffee, der
ausschließlich per Post an die Kunden verschickt wurde. Kurz nach
dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Neugründung und die Fortsetzung
der Direktbelieferung. Später kamen Filialen innerhalb Deutschlands,
ab 1969 auch in Österreich hinzu.
Noch in den 1980er und 1990er Jahren war Eduscho einer der führenden Kaffeeanbieter im Kooperationssektor mit kleinen, ortsansässigen Bäckereien. Diese als Depots bezeichneten Ladengeschäfte bekamen im Zuge der Kooperation ein Kaffeeregal, regelmäßig auszutauschende Schaufensterdekorationen für Aktionsware („Non-Food-Artikel“) sowie eine beleuchtete Eduscho-Außenwerbung. So konnten die Kunden der Bäckerei gleichzeitig Brot und Kaffee kaufen.
Ein weiterer Vertriebsweg entstand durch den Betrieb eigener Filialen mit integriertem Kaffeeausschank an Stehtischen. Dort wurden durch eigenes Personal ausschließlich Eduscho-Produkte (neben Kaffee und Non-Food-Ware auch Schokolade, Pralinen und Tee) verkauft.
In den erfolgreichsten Jahren des Unternehmens (1970er/1980er-Jahre) wurden erstmals in großem Stil und zu sehr günstigen Preisen Güter des täglichen Bedarfs, welche normalerweise im entsprechenden Fachhandel vertrieben wurden, als Non-Food-Ware über den Kaffeehandel angeboten. Diese neuartige Vermarktung von zum Beispiel Fahrrädern oder Büchern sorgte für deutliche Proteste der etablierten Fachhandelsverbände; so verkauften Fahrradhändler für kurze Zeit Kaffeepakete zum Einkaufspreis. Im April 1977 wurde in einer speziell für Eduscho gedruckten Auflage von 200.000 Stück das bereits sehr erfolgreiche Buch „Der geschenkte Gaul“ von Hildegard Knef zu einem ausgesprochen günstigen Preis (7,95 DM/gebundene Ausgabe) verkauft. In der Folge wurde dieses Vertriebsmodell von weiteren Branchen kopiert.
Im Kaffeefachhandel dieser Zeit war noch keine Fair-Trade oder Bio-Ware zu bekommen; der Markt wurde unter den großen Röstereien aus Hamburg und Bremen aufgeteilt. Neben Eduscho gehörten die Kaffeesorten von Tchibo, Jacobs Kaffee und die Eigenmarken der ALDI-Handelskette zu den marktbeherrschenden Markenkaffees.
Siedentopf GmbH
Der Immobilienbesitz von Eduscho am Europahafen
in Bremen wird unter dem Namen Siedentopf weitergeführt. Im Zuge der
Entwicklung der Hafengebiete hin zur Überseestadt wird der Besitz
neu gestaltet. Die erhaltenen Firmengebäude in der Lloydstraße
bezeichnet das Unternehmen jetzt als Kaffee Quartier. Das Hochregallager
an der Oldenburger Bahnstrecke wird heute für Tchibo von der BLG Logistics
Group betrieben. Auf der dazwischenliegenden Brachfläche wurde mit
dem vom Architekten Helmut Jahn entworfenen Weser Tower das höchste
Gebäude Bremens errichtet.
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Artikel
in der Hamburger Morgenpost von 1-1998
Jeder dritte Eduscho-Laden dicht
VON BJW
Bremen/Hamburg - Als "Sanierungsfall"
hatte Tchibo-Chef Wilfried Boysen die neue Tochter Eduscho bezeichnet.
Jetzt folgt der radikale Einschnitt: Über 200 der bundesweit 575 Filialen
werden in diesem Jahr geschlossen.
Nach Angaben von Eduscho sollen alle Filialen verschwinden, die Verluste machen und aus den roten Zahlen auch nicht herausgeführt werden können. Welche Standorte genau betroffen seien, werde in den nächsten Wochen entschieden, sagte Eduscho-Sprecher Rolf Helmbrecht zur MOPO. In Hamburg betreibt Eduscho nach eigenen Angaben 15 eigene Läden.
Mit der Filialschließung ist der Abbau von rund 550 Stellen verbunden. Betriebsratschef Friedrich-Wilhelm Marx will sich dafür einsetzen, möglichst wenig Mitarbeiter zu entlassen. "Ganz werden wir um betriebsbedingte Kündigungen aber nicht herumkommen", sagte er.
Vor einem Jahr hatte die Hamburger Tchibo AG den Bremer Erzrivalen Eduscho für 200 Millionen Mark aufgekauft. Im November mußte Tchibo-Chef Wilfried Boysen dann zugeben: Der Sanierungsfall Eduscho werde schwieriger als erwartet. Wie 1996 mache die Bremer Tochter auch 1997 einen Verlust von 100 Millionen Mark.
Während Tchibo seine erfolgreichen
Filialen alle drei Jahre erneuerte, geschah dies bei Eduscho nur alle 7,5
Jahre. Die verbleibenden 375 Eduscho-Läden sollen daher für 30
Millionen Mark umfassend modernisiert werden. Vorbildfunktion habe dabei
ein Hamburger Geschäft: Die Eduscho-Filiale an der Mönckebergstraße
biete bereits ein zeitgemäßes Ambiente im Stil Wiener Kaffeehäuser,
so Sprecher Helmbrecht.
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In meiner Sammlung befinden sich auch einige
Hefte der "Eduscho Illustrierte Monatsschrift" aus den 30er Jahren.
Das März-Heft
von 1934 habe ich bereits vor einiger Zeit vorgestellt.
Hier einige Werbeanzeigen aus diesen Heften
von 1934:
Dieser Artikel stammt aus dem Augustheft
von 1934: