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Ohne Chance gegen Henkel und Co.
Flamil von den Flammerwerken in Heilbronn
(2.5.10)


Im Spiegel stand am 5.10.1970:
UNTERNEHMEN / FLAMMER WERKE
Ohne Chance
Am 31. Dezember dieses Jahres wollte Fabrikbesitzer Dr. Helmuth Ernst Flammer, 58, mit seinen 380 Arbeitnehmern das hundertjährige Betriebsjubiläum feiern. Vier Monate vor dem Firmengeburtstag rang sich der Prinzipal der Heilbronner Seifen- und Waschmittelfirma Flammer Werke KG zu einer "wirtschaftlich vernünftigen Entscheidung" durch: Die Produktion wird eingestellt.
(Ganzer Artikel)
(als PDF Datei vom Spiegel)

Von 1871 - 1970 existierten die Flammer Werke in Heilbronn.
Dann folgte die freiwillige Aufgabe - trotz des besten Umsatzes aller Zeio
ten, weil man gegen die große Konkurrenz auf dem Markt keine Chance hatte.

Von "Flamil" besitze ich 2 Werbeträger:

Zunächst diesen Pappaufsteller aus den 50er/60er Jahren:


ca. 23,5 x 29 cm


 

2. Diese kleine Werbebroschüre oder "Waschfibel" aus den 50ern:

Helmuth Flammer
(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

Helmuth Ernst Flammer (* 15. Oktober 1911 in Heilbronn; 15. November 1980 in Mainz) war ein deutscher Chemiker. Er war von 1978 bis 1980 Präsident der Synode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

 Leben und Beruf
Flammer war seit dem Tod seines Vaters Ernst Wilhelm Flammer im Jahr 1940 Inhaber der Seifenwerke Flammer in Heilbronn. 1947 werden 63 Maschinen der Fabrik von den Siegermächten als Reparationsleistung demontiert. Von 1950 bis 1967 war er Mitglied und Vorsitzender des Vorstands des Arbeitgeberverbands Chemie sowie 1951 bis 1959 Vorstandsvorsitzender des Arbeitgeberverbands Heilbronn-Hohenlohe. 1959/60 war er Präsident des Rotary Club Heilbronn. 1967 wurde Flammer zum Vizepräsident der IHK Heilbronn-Franken und 1970 zum Präsidenten dieser Kammer gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod aus. Im Jahr 1970 erzielten die Seifenwerke Flammer einen Rekordumsatz. Da eine Marktanalyse dem Unternehmen jedoch keine Wettbewerbsfähigkeit auf dem künftigen Weltmarkt bescheinigte, legte Flammer den Betrieb noch im selben Jahr still. Flammer wird eine hohe familiäre Verbundenheit zu den Mitarbeitern nachgesagt, für deren Unterkommen an neuen Stellen bzw. Abfindungen er sich sehr engagierte.
Kirchliches Engagement
1972 wurde Flammer in die 8. Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gewählt. Auch der 9. Landessynode gehörte er bis zu seinem Tod 1980 an. Zuletzt war er von der 9. Landessynode 1978 zum Präsidenten gewählt worden. Nach seinem überraschenden Tod übernahm der Landessynodale Heinz Schnotz seinen Platz ein. 1981 wurde dann Martin Holland als Nachfolger Flammers zum Präsidenten der 9. Landessynode gewählt
 
 

Ernst Wilhelm Flammer
(Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

Ernst Wilhelm Flammer (* 18. Dezember 1872 in Heilbronn; 28. Februar 1940 ebenda) war Seifenfabrikant in Heilbronn. Nach ihm wurde eine Stiftung zum Bau von Eigenheimen benannt.

Ernst Wilhelm Flammer war der Sohn des gleichnamigen Vaters Ernst Wilhelm Flammer, der 1871 zusammen mit Viktor Kraemer das Unternehmen Kraemer & Flammer in Heilbronn gründete. Nachdem der Sohn 1897 die Geschäfte übernahm, erlangte das Unternehmen als Flammer Seifenwerke überregionale Bekanntheit, wozu insbesondere die Flammer-Seife und das seit 1907 hergestellte Seifenpulver beitrugen. Die Belegschaft stieg auf rund 400 Personen an. In den 1920er Jahren kamen die populären Produkte Perflor-Seifenflocken und Dirndl-Seife zur Produktpalette hinzu. Außerdem betrieb Flammer Wert-Reklame, das heißt er vergab Uhren, Tischdecken und andere Gebrauchsgegenstände als Treueprämie gegen eingesandte Seifenverpackungen. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen von seinem Sohn Helmuth Flammer übernommen.

Die Seifenwerke gründeten die Ernst-Flammer-Stiftung zum Bau von Eigenheimen und trugen nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine bedeutende Spende zum Wiederaufbau der Kilianskirche bei. Nach Ernst Wilhelm Flammer ist heute noch der Flammerweg in Heilbronn benannt.
 
 
 

Siehe auch:
Stadtarchiv Heilbronn



Vorsicht
frisch gebohnert!
 
 
 

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